Eine kleine Hilfe für den Neuntöter

von Thomas Grimmelt, 27. Juli 2020

Eine kleine Hilfe für den Neuntöter

In den vergangenen 3 Wochen konnte ich beobachten, wie ein Neuntöter auf einer im vergangenen Jahr aufgeforsteten 2 ha großen Grünlandfläche emsig nach Futter für seine Jungen suchte. Insekten waren zwar ausreichend vorhanden, jedoch gestaltete sich die Futtersuche für den Neuntöter schwieriger als gedacht. Jede Ansitzwarte die er anflog, bog sich entweder im Wind oder unter seinem Gewicht. 

Keine gute Ausgangsposition, um in Ruhe Ausschau nach Futter zu halten.

Und so wurde schnell ein kleiner Ansitzstock aufgestellt, auf dem auch mal ein Rabenvogel, ein Turmfalke oder Mäusebussard aufbocken kann. Bereits nach 2 Tagen war die neu geschaffene Ansitzwarte gut angenommen, wie die Vielzahl von kleinen Hinterlassenschaften zeigte.

Nun hieß es nur noch, ein Foto von diesem schönen und scheuen Vogel zu machen und ich begab mich  früh morgens in ein provisorich errichtetes Ansitzversteck. Lange ließ der Neuntöter nicht auf sich warten und flog die neu geschaffene Ansitzwarte an.

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Die Frühe Heidelibelle und der Saprobienindex

von Norbert Hofmann, 23. September 2019

Schon mal gehört? Saprobienindex????

Kann man gut in Gesprächen einsetzen, um die oder den Gegenüber zu beeindrucken. Dann sollte man aber auch wissen, um was es sich handelt. Der Saprobienindex sagt etwas über eine Gewässergüte aus.  Der Chemiker kann z.B. an einen Bach gehen und eine Wasserprobe ziehen und weiß dann über Nitratgehalt, Nitritanteil, Ammoniumbelastung und Gewässer-Sauerstoff Bescheid. Mitunter alles im „Grünen Bereich“. Keine Ahnung also, warum es keine Forellen im untersuchten Abschnitt gibt. Der Biologe fängt die Kleinlebewesen: Tubifex, Köcherfliegenlarven, Pferdeegel und was es sonst so gibt. Anhand der gefangenen Anzahlen ermittelt er die biologische Qualität eines Gewässers. Also die Wasserqualität, die über einen langen Zeitraum das Leben in Bach und Fluss bestimmt. Die Momentaufnahme des Chemikers am Samstagmorgen, wenn die am Bach liegende Fabrik nicht produziert, weist auf unbelastetes Wasser hin. Der Saprobienindex zeigt, welche Lebewesen langfristig – also auch während Produktionszeiten von Montagmorgen bis Freitagmittag – in Fließgewässer überleben. Die „harten“ – wie der Schlammröhrenwurm – kommen durch, während die sauerstoffsensible Eintagsfliege im wahrsten Sinne des Wortes „den Bach runter geht“.

Frühe Heidelibelle

Frühe Heidelibelle (Sympetrum fonscolombii)

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Sterne fotografieren über OWL?

von Gerhard Tegeler, 27. August 2019

Die Sterne, die Milchstraße und das Licht von dort sind viel älter als jedes Element der Natur hier auf der Erde – also warum nicht mal die Natur am Himmel fotografieren?

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Fotoausstellungen Januar 2019

von D. Kuhfuss und Th. Schubert

Liebe Leserinnen und Leser,

zu gleich zwei Fotoausstellungen ist unsere FotoAG „NaturNahLippe“ im BUND Lemgo zum Anfang des neues Jahres eingeladen worden. Das zeigt, wie beliebt, begehrt und attraktiv unsere Arbeit in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit in Lippe geworden ist.

Los geht‘s ab Sonntag, 6. Januar 2019, im Klinikum Lippe/Lemgo.
Hier steht unsere unmittelbare Heimat im Vordergrund. Fauna, Flora und Landschaft aus Lippe sind in beeindruckenden Fotos festgehalten und spiegeln wider, wie schön und abwechslungsreich unser altes Fürstentum und seine Tiere und Pflanzen sind. Die Aufnahmen sollen aber auch zum Nachdenken anregen, alles zu tun, damit es so bleibt und noch besser wird.

Weiter geht‘s ab Samstag, dem 12. Januar, im Betreuungszentrum St. Loyen in Lemgo, nur wenige Fußminuten vom Klinikum entfernt. Hier steht die Hochseeinsel Helgoland im Focus. Und die hat auch fotografisch jede Menge zu bieten. Angefangen von der schroffen, rauhen Küstenlandschaft bis zu den bekannten Basstölpeln auf den Vogelfelsen. Bekannt ist Helgoland aber auch durch die Kegelrobben. Auch Deutschlands größte Raubtiere sind von den Fotografen eindrucksvoll abgelichtet worden.

Beide Ausstellungen sind bis Ende März geöffnet.

 

     

©Text und Bild: D. Kuhfuss
©Bild: Th. Schubert

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