Die Neujahrswanderung der FotoAG im BUND – OG Lemgo

von Thomas Schubert, 17. Januar 2018

Treffpunkt für diese Wanderung war der ‚Forellenhof’ in Schwelentrup. Nach der Begrüssung durch Marc Goedecke haben wir uns in Fahrgemeinschaften auf den Weg zum Steinberg gemacht, denn der Weg dort ist lang!

 

 

Die Kuppe des Steinbergs in Schwelentrup war früher in Zeiten des Kalten Krieges eine Raketenstation der NATO, zuerst durch die Amerikaner aufgebaut und später durch niederländische Einheiten geführt. Kurz nach der Aufgabe durch das Militär konnte der NABU das Gelände für einen symbolischen Preis von einem Euro erwerben und pflegt das Gebiet heute. Auch nach Abriss der ehemaligen Gebäude sind noch Reste der ehemaligen Anlage erhalten geblieben; so ermöglicht heute eine ehemalige Flak-Plattform herrliche Ausblicke über Lippe und das angrenzende Gebiet von Niedersachsen.

Auf der alten Flak-Stellung

Auf der alten Flak-Stellung

Ausblick über Lippe bis zum Teutoburger

Ausblick über Lippe bis zum Teutoburger

Eine Besonderheit auf dem Steinberg ist ein künstlich aufgeschütteter Hügel, der knapp die 400 m über NHN erreicht. Oben auf dem Hügel ist eine befestigte Aussichtsplattform, die über einen relativ gut befestigten Weg erreicht werden kann. Von hier aus reicht der Blick dann auch ins östliche Lippe bis zur hohen Asch und den Wasserdampffahnen des Atomkraftwerkes Grohnde bei Hameln. Rinteln, das ‚Kaiser- Wilhelm-Denkmal’ in Porta Westfalica und selbst die Kühltürme des Kraftwerkes in Lahde hinter Minden sind zu erkennen.

Von der Aussichtsplattform ging es dann weiter in ein Waldgebiet mit vorwiegendem Buchenbestand. Hier sollen einst Hügelgräber gestanden haben, doch durch die Kraft der Baumwurzeln sind diese längst zerfallen. Wir konnten in dem Buchenwald dennoch ein Naturphänomen dokumentieren, welches nur unter ganz bestimmten Witterungsbedingungen auftritt: Haareis! Leichter Frost, trockene Luft und von Pilzfäden durchzogenes feuchtes Totholz sind für seine Entstehung erforderlich. Eine sehr vergängliche Pracht …

   

Haareis, auch ‚Ziegenbart’ genannt, auf Totholz am Steinberg

Zurück ging es dann zum NABU-Gelände. Der Steinberg als hohe Erhebung ist sehr feucht. Daher finden sich dort auch einige Teiche, die z.B. Molchen, Fröschen und Libellen ein Refugium bieten. Sehr interessant sind aber auch die durch hohe Luftfeuchtigkeit stark bemoosten alten Bäume, die teilweise skurrile und mystische Formen annehmen.

  

  

Alte Bäume auf dem Steinberg bei Schwelentrup …

In dieser Umgebung wachsen natürlich auch viele Pilzarten, wie z.B. der Hirschhorn-Pilz (Xylaria hypoxylon) …

Auf dem Rückweg zum Forellenhof entschied sich dann die Mehrheit der Teilnehmer für den Abstieg zu Fuß. Lediglich die Fahrer der Autos mussten/durften auf kraftsparende Art den Ausgangspunkt aufsuchen. Bei dieser Gelegenheit ergab sich dann noch die Möglichkeit, unterwegs ein paar Eindrücke fotografisch festzuhalten.

Ponys auf der Koppel

Damwild im Gehege am Forellenhof in Schwelentrup

 

 

Das abschliessende gemütliche Beisammensein mit warmer Suppe, einer guten reichhaltigen Mahlzeit mit Wildgulasch und passenden Beilagen sowie einem leckeren Nachtisch im Forellennhof rundete den kalten’ Vormittag perfekt ab. Immer wieder, Marc!

 

Text: Thomas Schubert
Fotos: Bruno Bolli, Karsten Höhne, Karsten Niehues, Heike Reineke, Petra Schubert, Thomas Schubert

 

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