Die besondere Landschaft “Der Wald”

von Karsten Höhne, 25. September 2017

Wälder, Heimat der Götter unserer Ahnen, Reich der Feen, Hexen und Dämonen. In ihnen leben Riesen mit grüner Lunge. Sie sind die Eckpfeiler im Gleichgewicht der Natur.

Aus der Ferne und von einem erhöhten Standort aus, sind solche Aufnahmen leichter zu fotografieren, als aus dem Wald heraus.

Der Wald lieg im Nebel.

Der Wald liegt im Nebel.

Ansprechende Aufnahmen des Waldes zu machen, zählt sicherlich zu den schwierigsten Herausforderungen der Landschaftsfotografie, aber wieso ist das eigentlich so?

Wenn wir unvoreingenommen und mit bloßen Augen den Wald betrachten, dann sehen wir neben der Vielzahl von Bäumen die vielfältigsten Strukturen. Die Schwierigkeit besteht nun darin, vor dem inneren „Auge“, gleich dem Sucher der Kamera, in diesem „Chaos“ einen für den Betrachter interessanten Bildausschnitt zu finden. Das erfordert viel Übung, aber mit der Zeit gelingt einem das immer besser.

Zögernd durchdringen die ersten Sonnenstrahlen am Morgen den Wald.

Zögernd durchdringen die ersten Sonnenstrahlen am Morgen den Wald.

Noch hängt der Morgennebel in dichten Schwaden zwischen den Bäumen.

Noch hängt der Morgennebel in dichten Schwaden zwischen den Bäumen.

Für Aufnahmen im Wald spielt das Licht eine ganz wichtige Rolle. Ich bevorzuge die Morgen- oder Abendstunden, in denen das Licht am schönsten ist. Bei Regenwetter oder bewölkten Himmel kann man aber auch die Möglichkeit eine ganz andere Stimmung im Bild festzuhalten. Insbesondere Regenwetter ist für das Fotografieren im Wald besten geeignet, denn bei Regenwetter fallen die Kontraste geringer aus und die Farben kommen besonders kräftig zur Wirkung. Hier empfehle ich allerdings einen Polfilter zu verwenden, denn nasse Blätter reflektieren das Licht ziemlich stark und dies ist in der Regel unvorteilhaft . Solche Reflexionen lassen sich mit dem Polfilter recht gut in den Griff bekommen.

In den meisten Fällen stelle ich manuell scharf, denn der Autofokus kann nicht erkennen, welches Bildelement ich scharf abgebildet haben möchte. Bei der Belichtung sollte man auch aufpassen, dass die Aufnahme nicht zu hell oder zu dunkel wird. Entweder belichte ich manuell, wobei ein Blick auf den Monitor und das Histogramm ratsam ist, oder ich verwende die Belichtungskorrektur der Kamera.

Mit etwas Glück bekommt man auch Tiere vor die Kamera.

Mit etwas Glück bekommt man auch Tiere vor die Kamera.

Eine spannende Sichtweise auf die Natur ist ihr Wandel in den Jahreszeiten. Vom winterlichen Grau, aus dem wieder erstes Leben erwacht. Der Frühling mit seinem vielen Frühblühern, die dem Boden wieder Farbe geben. Der Sommer mit seinem dichten Blätterwald, der im kräftigsten Grün erstrahlt. Die sich im Herbst rot und braun verfärbenden Blätter. Im November erscheint der Wald fast grau, die letzten Blätter fallen und der Winter kehrt wieder mit Kälte, Schnee und Eis zurück.

Der Schnee verzaubert den Wald.

Der Schnee verzaubert den Wald.

Lerchensporn im Frühling

Lerchensporn im Frühling

Im Sommer, wenn die Vögel trillern.

Im Sommer, wenn die Vögel trillern.

So wie wir den Herbst kennen, bunt und farbenfroh.

So wie wir den Herbst kennen, bunt und farbenfroh.

Zur Ausrüstung, das Wichtigste ist ein Stativ, denn die Lichtverhältnisse im Wald sind nicht optimal, so dass längere Belichtungszeiten die Regel sind. An Brennweiten benutze ich Objektive vom Weitwinkel bis zum mittleren Teleobjektiv. Besonders wichtig finde ich auch die Mitnahme eines Polfilters, damit man Reflexionen eindämmen oder aber auch die Farben mit dem Filter im Wald betonen kann.
Die Kleidung sollte den Wetter immer angepasst sein, denn wer „schwitzt und friert“, kann nicht richtig fotografieren. Es soll ja „Spaß“ machen.

Zwei Mexikaner gehen nach Hause.

Zwei Mexikaner gehen nach Hause.

Auch die Schwarzweiß-Fotografie kommt im Wald nicht zu kurz. Es ist Genuss pur „ Die Kunst der Fotografie“

Majestäten im Wald.

Majestäten im Wald.

Waldweg im Nebel.

Waldweg im Nebel.

Waldweg bei Schnee.

Waldweg bei Schnee.

 

 

 

 

Text und Bilder © Karsten Höhne

 

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles, Allgemein abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Kommentare zu Die besondere Landschaft “Der Wald”

  1. Bernd sagt:

    Ein toller Artikel und tolle Fotos, die mich animieren, mich doch mehr im Wald aufzuhalten und zu versuchen, auch solch tolle Motive zu finden und Aufnahmen zu machen. Die Bilder vermitteln den Spaß an der Naturfotografie ganz besonders und unterstreichen wie wichtig es ist, mit offenen Augen durch die Landschaft zu gehen ( was wir Fotografen ja bereits im Blut haben ).

  2. H.J. Schalski sagt:

    Hallo Karsten,
    vielen Dank für den tollen Bericht und den umwerfenden Fotos, die eine wahnsinnige Ausdruckskraft ausstrahlen. Dieser Bericht ist eine Bereicherung für unsere Fotoseite und ist für neue Besucher und natürlich auch für uns sehr interessant zu lesen.
    LG
    Hans Jürgen.

  3. Juliane Hof sagt:

    Der Text passt hervorragend dazu. Unsere Vorfahren haben im und mit dem Wald gelebt.
    Das die Römer nicht damit zurecht kamen wurde ihnen ja zum Verhängnis….

  4. B. Bolli sagt:

    Toll, besonders das Foto für den Einstieg in den Artikel finde ich grandios!
    Danke Karsten.
    Gruß bruno

  5. Karsten Niehues sagt:

    Mal wieder ein toller Artikel von Dir Karsten, der eindrucksvoll zeigt , in welch schöner Umgebung wir hier leben dürfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.